Galerie

Georg Nothelfer

K.O. Götz

Biografie

1914 Geboren als Karl Otto Götz in Aachen
1932 Besuch der Webeschule und gleichzeitig der Kunstgewerbeschule in Aachen
1935-45 Mal- und Ausstellungsverbot durch die Reichskulturkammer in der Nazizeit
1946 Erste Einzelausstellung im Studio Rasch in Wuppertal-Elberfeld auf Vermittlung von Willi Baumeister
1948 Kunstpreis Junger Westen
1949 Mitglied der Gruppe COBRA
1952 Gründungsmitglied der Künstlervereinigung "Quadriga", gemeinsam mit Otto Greis, Heinz Kreutz und Bernard Schultze
1954 Gründung der Künstlergruppe „Phases“ mit Edouard Jaguer in Paris und erste Einzelausstellung in der Galerie Raymond Creuze, Paris. Erste Einzelausstellung in den USA in der Galerie von Zoe Dusanne, Seattle
1956 Götz stellt mit K.R.H. Sonderborg in der Kestner-Gesellschaft in Hannover aus
1957 Teilnahme an der ersten Ausstellung in der von Jean Pierre Wilhelm in Düsseldorf neu gegründeten "Galerie 22". Teilnahme an den ersten beiden Informel-Ausstellungen im Museum Wiesbaden, Titel: „Couleur vivante“ und in der Kunsthalle Mannheim, Titel: „Eine neue Richtung in der Malerei“ 
1958 Teilnahme an der Biennale Venedig
1959 Teilnahme an der documenta 2, Kassel
1959-79 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf, zu seinen Schülern zählen u.a. Gotthard Graubner, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Franz Erhardt Walther
1963 Teilnahme an der Tokyo Biennale, Tokio
1968 Teilnahme an der Biennale Venedig
1982 Teilnahme am "Symposium Informel" im Saarlandmuseum, Saarbrücken – Veranstalter Georg. W. Költzsch. Das Symposium wird vom ZDF mitgeschnitten und in der Reihe „Zeugen des Jahrhunderts“ gesendet. 1983 wird das Symposium als Publikation von der Galerie Georg Nothelfer veröffentlicht, verbunden mit einer Ausstellung im Saarlandmuseum "Die Malerei der Informellen heute"
1994 Retrospektive im Albertinum in Dresden
2010 Retrospektive im Arp Museum, Bahnhof Rolandseck in Remagen
2013 Retrospektive in der Neuen Nationalgalerie Berlin
2017 Gestorben in Wolfenacker

K.O. Götz ist einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Informel und bekannt für seine gestisch-abstrakte Malerei. Anfang der 1950er Jahre findet er zu der für ihn typischen Malweise, indem er eine Rakeltechnik entwickelt: In schnellen Arbeitsgängen setzt er mit dem Pinsel dunkle Farbe auf einen hellen Malgrund und trägt anschließend diese mit einer Rakel teilweise wieder ab. Auf diese Weise bannt er die Farben in Wogen auf die Leinwand oder auf das Papier. Bekannt wurde auch seine Arbeit mit der Farbbürste, mit der er seine Farben unter teils enormen körperlichen Anstrengungen auf der am Boden ausgebreiteten Leinwand auftrug. Überhaupt betrachtete Götz das Malen in Sonderheit als physische Herausforderung, der er sich mit ganzer Kraft stellte und dabei an das berühmte Action Painting des amerikanischen Künstlers Jackson Pollock erinnerte. Dabei agierte Götz zwar stets aus einer gewissen Getriebenheit heraus und mühte sich auch um eine möglichst schnelle Ausführung, seine Werke besaßen aber dennoch stets eine überlegte, kontrollierte Struktur.

Ausstellungen

Editionen

  • O.T./Untitled, 1988, Siebdruck, 89,8 x 69,7 cm, Auflage: 70

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