Galerie

Georg Nothelfer

Emil Schumacher

Biografie

Geboren 1912 in Hagen
1931-34 Studium der freien Grafik an der Kunstgewerbeschule Dortmund
1934-39 Freier Maler ohne Beteiligung an Ausstellungen
1939-45 Dienstverpflichtet als Technischer Zeichner in den Akkumulatoren-Werken einem Hagener Rüstungsbetrieb
1947 Erste Einzelausstellung in dem von dem Architekten Rasch eingerichteten "Studio für neue Kunst" in Wuppertal
1947 Mitbegründer der Künstlervereinigung "junger westen"
1954 Beteiligung an der von Willem Sandberg im Stedelijk Museum, Amsterdam, veranstalteten Ausstellung "Deutsche Kunst nach 45"
1955 Beteiligung an der Ausstellung "Peintres et sculpteurs non-figuratifs en Allemagne d’aujourd-hui" in Paris
1958 Teilnahme an der XXIX. Biennale di Venezia. Karl-Ernst-Osthaus-Preis, Hagen. Guggenheim Award (National Section), New York
1958-60 Professur an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg
1959 Teilnahme an der documenta 2, Kassel, sowie an der V. „Biennale de São Paulo“. Erste Einzelausstellung  in der Samuel M. Kootz Gallery, New York. Preis des japanischen Kultusministers anlässlich der V. „International Art Exhibition“, Tokio
1962 Reise nach Libyen und Tunesien. Premio Cardazzo, anlässlich der XXX. Biennale di Venezia. „First prize silver medal, Bang Danh-Du Award“ anlässlich der 1st „International Arts Exhibition“, Saigon
1963 Einzelausstellung als deutscher Beitrag zur VII. „Biennale de São Paulo“. Reisen in verschiedene Länder Südamerikas. Großer Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
1964 Teilnahme an der documenta 3, Kassel
1966-77 Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe
1967-68 Gastprofessur an der Minneapolis School of Art, Minneapolis
1968 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin
seit 1971 regelmäßige Aufenthalte auf Ibiza
1975 Erste Einzelausstellung in der Galerie Georg Nothelfer
1978 August Macke Preis der Stadt Meschede
1982 Mitglied des Ordens „Pour le mérite“ für Wissenschaften und Künste. Rubenspreis der Stadt Siegen. Ehrenring der Stadt Hagen
1985 Ehrengast der Deutschen Akademie Rom, Villa Massimo
1987 Preis der Europäischen Akademie für Bildende Kunst, Trier
1988 Silber-Medaille anlässlich der 2. „Internationalen Biennale in Bagdad“, Irak
1990 Herbert-Boeckl-Preis für moderne europäische Malerei, Salzburg
1996 Gestaltung einer 20 m langen und 3 m hohen Mosaik-Wand für die Metro-Station Colosseo, Rom
1998 Auftrag für ein Wandgemälde im Gebäude des Reichstages Berlin
1999 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, Dresden. Retrospektive im Haus der Kunst, München
Gestorben 1999 in San José/Ibiza
 
Emil Schumacher erfährt als einer der bedeutendsten Vertreter des Deutschen Informel auch international hohe Anerkennung. Bereits in den 1950er Jahren entwickelte er, beeinflusst vom französischen Tachismus und dem amerikanischen Action Painting, eine eigenständige abstrakte Malweise. In seiner Malerei spürte er Materie und Farbe in besonderem Maße nach. Er trug Farbe dick als Materialschicht auf den Bildträger auf, in sie hinein zog er fließende Liniengerüste aus Gräben und Furchen, die das Bild durchströmen, wie wilde Flüsse das Erdreich, die die Erdkruste aufreißen und den Bildern eruptive Kraft, aber auch Verwundbarkeit verleihen. Als poetische Bildsubstanz kamen allerdings auch alltägliche Materialien wie Drahtgeflechte, zerknülltes Papier, Steine, Stroh, Metall oder Sand zum Einsatz. So erinnern Schumachers Bilder immer wieder an Erdgeschichte, an urzeitlich geologische Zustände der erkalteten Erde, an vulkanische Verkrustungen mit hochgetriebenen Horizonten. Mitte der 1970er Jahre fing er an Asphaltbrocken zu zertrümmern, sie mittels Hitze aufzuweichen, um sie mit dem Hammer abzukanten und mit dem Bildgrund zu verschmelzen. Sein Spätwerk zeichnet sich einerseits durch zunehmende formale Kargheit, aber auch durch kraftvolle, leuchtende Farbfelder und durchbrechende Bewegungslinien aus. 2009 eröffnet das Emil Schumacher Museum in Hagen.

Ausstellungen

Editionen

  • O.T./Untitled, 1991, Faksimiledruck nach Gouache GE1, signiert vom Künstler verso, 76 x 56,5 cm, Auflage: 100

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  • O.T./Untitled, 1991, Faksimiledruck der Gouache GE-1/1989, Blatt 62/100, verso signiert, 55,5 x 75,5 cm, Auflage: 100

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  • O.T./Untitled, 1991, Faksimiledruck der Gouache GG-19/1990, Blatt 40/100, verso signiert, 55,5 x 75,5 cm, Auflage: 100

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