Galerie

Georg Nothelfer

K.R.H. Sonderborg

Biografie

Geboren 1921 als Kurt Rudolf Hoffmann in Sonderborg/Dänemark 
1938-40 Kaufmännische Lehre in Hamburg
1940-41 Gestapo Haft
1947-49 Studium der Malerei und Grafik bei Willem Grimm an der Hamburger Landeskunstschule
seit 1951 Namensänderung in K.R.H. Sonderborg
in den 50er Jahren regelmäßig in Paris, er wird von der Galerie René Drouin vertreten
1953 Mitglied der Gruppe "ZEN 49"
1955 Stipendium des Lichtwark-Preises Hamburg
Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen
1958 Umzug nach Paris. Teilnahme an der 29. Biennale in Venedig
1959 Teilnahme an der documenta 2, Kassel
1960-61 in New York
1963 Großer Internationaler Preis für Zeichnung. Teilnahme an der 7. Biennale São Paulo
1965-90 Professur an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste, Stuttgart
1969-70 Gastprofessur am Minneapolis College of Art and Design
1970 Teilnahme an der 36. Biennale in Venedig 
seit 1983 Mitglied der Akademie der Künste Berlin
1985 Erste Einzelausstellung in der Galerie Georg Nothelfer
1985 Stipendium der Villa Massimo Rom
1986 Gastprofessur am Art Institute Chicago
seit 1987 Ateliers in Chicago und Berlin
1987 Hans-Molfenter-Preis der Landeshauptstadt Stuttgart
1989 Hans-Thoma-Preis und Staatspreis des Landes Baden-Württemberg
1989-95 Kuratoriumsmitglied der Akademie auf Schloss Solitude, Stuttgart
1989 Staatspreis des Landes Baden-Württemberg
Gestorben 2008 in Hamburg

Mit K.R.H. Sonderborg ist das Deutsche Informel aufs Engste verbunden. Inspiriert von der gestischen Malerei des amerikanischen Abstrakten Expressionismus, zeigt sich in seinen Bildern und Zeichnungen die Faszination für technische Konstruktionen und deren Spuren der Bewegung. Es zeigt die Form in ihrem Entstehungsprozess. Dabei wandte Sonderborg einen spontanen Farbauftrag an. Er schaffte somit ein dynamisches Struktursystem. Seine Pinselführungen waren eher Hiebe mit dem Malwerkzeug, die in einer schnellen Geste ausgeführt wurden. Seine bevorzugten Farben waren dabei Schwarz und Weiß mit roten Elementen, die er mit einer Reibe- oder Wischtechnik auftrug. Seit den 70er Jahren näherte sich sein Werk immer stärker einer auf Kontrolle bedachten, fast gegenständlichen Formensprache an. Er beschränkte sich auf wenige kontrastreiche Farbtöne, in der Regel Schwarz auf Weiß. Aus fotografischen Privat- und Presseaufnahmen destillierte er Motive, die er so aus Ihrem narrativen Zusammenhang isolierte und die ihm als optische Grundstruktur zur Anregung dienten. Dabei blieb er seiner Vorliebe für technische Konstruktionen treu, wobei die graphische Struktur von Autoscheibenwischern und Oberleitungen ihn gleichermaßen inspirierten wie Hafenkräne oder Gastanks. 

Ausstellungen

Editionen

  • O.T./Untitled, 1969, Siebdruck, signiert vom Künstler, 76,3 x 56,5 cm, Auflage: 300

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Publikationen

  • Ausstellungskatalog/Exhibition Catalogue, 1991, Hrsg. Manfred de la Motte/Galerie Georg Nothelfer. Texte von Manfred de la Motte, Anette Michelson, Will Grohmann, Georg W. Költzsch und anderen, deutsch, 136 Seiten, 106 Abbildungen, 17 in Farbe. Edition Galerie Georg Nothelfer, Buchreihe Pentagramm, Band 5, ISBN 3-87329-914-3, EUR 18

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  • Werke 1948 bis 1986, 1987, Hrsg. Georg-W. Költzsch/Moderne Galerie des Saarland-Museums Saarbrücken, anlässlich der Ausstellung vom 19. Juli - 6. September 1987, 191 Seiten, zahlreiche Abbildungen, EUR 30

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