Galerie

Georg Nothelfer

Christoph M. Gais

Biografie

Geboren 1951 in Stuttgart
1978-81 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart bei Prof. K. R. H. Sonderborg
1981-83 Studium der Malerei an der Hochschule der Künste, Berlin, bei Prof. R. Girke, Abschluss als Meisterschüler
1984 Karl Hofer Stipendium
1988 Arbeitsstipendium Berliner Senat
1992 Kunstpreis Berlin, Förderpreis für Bildende Künstler, Akademie der Künste, Berlin
2010 Erste Einzelausstellung in der Galerie Georg Nothelfer
lebt und arbeitet bei Orvieto, Italien, und in Berlin

Gais gebraucht zwei Ebenen: Die eines die Fläche definierenden Grundes, mag er klar definiert, zum Beispiel als gemauerte Wand, mag er als diffuse Frucht- oder Blatt-Wand erscheinen. Darüber legt er gleichfalls plan ein offenes gekurvtes Rankenwerk. Dieses setzt an, bricht ab, hat unterschiedene Schwellkraft, ist so gut wie unfloral, obwohl Knospenkurven, kräftige Lanzettformen auftauchen. Gais nähert sich ornamentaler Struktur, also über den Bildrand endlos verlängerbaren Systemen; er reizt »Muster« aus, aber er unterwirft sich nicht ihrem Folgenzwang. Seine Bilder – und diese hier besonders – balancieren unangestrengt zwischen gebundenem Maß und frei bestimmtem. Kein Bild greift gestisch über seinen Bildrand. Es beginnt, es hört auf, stellt sich nicht dar als Ausschnitt eines endlosen Tapeten-Rapports. Gais komponiert seine ruhigen Bilder. Ihr Aufbau ist ohne Geheimnis. Er ist einsehbar. Die Strukturen wachsen eindeutig von unten nach oben, rechts und links sind bestimmt; die Bilder sind nicht – was Bilder anderer Maler durchaus sein können – drehbar.

Ausstellungen

Publikationen

  • Ausstellungskatalog/Exhibition Catalogue, 2012, Hrsg. Galerie Georg Nothelfer. Katalog anlässlich der Einzelausstellung in der Galerie Georg Nothelfer, Texte von Georg Nothelfer, Manfred de la Motte, Hermann Wiesler, Manfred Großkinsky, Bodo-Michael Baumunk (Deutsch/Englisch), 284 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, ISBN 978-3-930797-70-7, EUR 28

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  • Ausstellungskatalog/Exhibition Catalogue, 1992, Publikation anlässlich der ersten Einzelausstellung des Künstlers in der Galerie Volker Diehl, Texte von Christoph Tannert, Manfred de la Motte, 20 Farbabbildungen, Hardcover, EUR 12

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