Galerie

Georg Nothelfer

Follow the White Rabbit. Groupshow

5. September bis 31. Oktober 2026 ⟶ Galerie Georg Nothelfer

Eröffnung: 4. September, 18 - 21 Uhr
Führung durch die Ausstellung: 13. Juli, 14 Uhr

Die Ausstellung Follow the White Rabbit  vereint auf spielerische Weise historische Positionen der Nachkriegsabstraktion mit zeitgenössischem Collectible Design und installativen Arbeiten aus der Gegenwartskunst. Im Zentrum steht der Dialog zwischen der dynamischen, gestischen Malerei des Informel – vertreten durch K.R.H. Sonderborg und Walter Stöhrer – und Objekten, die die Grenzen funktionaler Gestaltung überschreiten. Während Sonderborgs technisch-dynamische Strukturen und Stöhrers emotional-kontrollierter Ansatz traditionelle Malereikonventionen aufbrechen, suchen die Designpositionen den direkten Bezug zum skulpturalen Raum.
 
Die Arbeiten von Gisbert Pöppler zeigen eine dezidiert zeichnerische sowie malerische Qualität und bewegen sich an der Grenze zwischen angewandter Kunst und Skulptur. Heike Buchfelder wiederum erweitert funktionale Materialien durch präzise Oberflächenbearbeitungen zu organischen, raumgreifenden Objekten. MK Kaehne besetzt an dieser Schnittstelle eine Schlüsselrolle: Ausgehend von der Malerei reflektiert er in seinen architektonisch-konstruktivistischen Installationen und surrealen Objektumkehrungen den Nutzen und die Grenzen von Kunst und Design. Das Aufeinandertreffen dieser Disziplinen stellt ein Novum im Galerieprogramm dar und bricht bewusst mit der konventionellen Trennung von freier und angewandter Kunst.
Trotz historischer Vorbehalte gegenüber der Kombination beider Gattungen offenbart die Gegenüberstellung überraschende Verwandtschaften in Struktur, Form und Prozess. Die Werke werden nicht als bloße Gebrauchsgegenstände präsentiert, sondern als autonome ästhetische Setzungen. So entsteht ein Spannungsfeld, das die Realität des Ausstellungsraums leicht verschiebt und Sehgewohnheiten hinterfragt. Unter dem Titel Follow the White Rabbit lädt die Schau dazu ein, starre Kategorisierungen zu verlassen und gedanklich neue Wege zu beschreiten.
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